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Prof. Dr. Gabi Flösser

TU Dortmund

Wenn Demokratie nicht nur eine Regierungsform darstellt, sondern als praktisches Handlungsregulativ unseren Alltag gestalten soll, dann brauchen wir Gelegenheiten, um die Prinzipien eines solidarischen und verantwortungsvollen Umgangs miteinander zu erproben und zu erfahren. Solche Gelegenheiten sind trotz aller Bemühungen in unserer Gesellschaft gerade für junge Menschen rar gesät; weder die Schule noch die Familie sind in der Lage, sich ausschließlich nach demokratischen Regeln zu organisieren.

Allein deshalb ist die Dortmunder Stiftung Jugend & Demokratie schon ein Gewinn, der aber umso höher ausfällt, als die Dringlichkeit einer gemeinschaftlichen Anstrengung in der Herstellung einer Kultur des Respekts, der Anerkennung und Wertschätzung unterschiedlicher Lebensentwürfe und Lebensstile heute zutage tritt.

Demokratie zu leben braucht Orte, an denen sich Menschen aus unterschiedlichen sozialen Lagen, Mädchen und Jungen, Frauen und Männer aus verschiedenen Kulturen und mit unterschiedlichen Überzeugungen  versammeln können und  gemeinsam um das Soziale unserer Gesellschaft ringen. Eine Beschränkung auf formale Bildungsangebote ist dabei zu wenig, Demokratie wird nur dann lebendig, wenn sie eingebettet ist in die Lebenswelten der Menschen, wenn sie Bestandteil des Alltagshandelns durch konkrete Erfahrungen von Partizipation, Mitentscheidung und Verantwortungsübernahme wird. Insofern diese Programmatik das Markenzeichen der Dortmunder Stiftung Jugend & Demokratie darstellt, trägt die Stiftung zur Weiterentwicklung unserer Gesellschaft bei und belebt die praktische Demokratie. Ich wünsche der Stiftung, dass es ihr gelingt, viele junge Menschen für die demokratische Gestaltung ihres Gemeinwesens zu gewinnen, dass sie Unterschiede und Vielfalt aushalten kann und dazu anregt, Demokratie immer wieder neu zu denken.

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